
In 10 Minuten strukturell einordnen, wo deine Praxis steht
Regionale Unterschiede in der Heilmittelversorgung 2026 sind keine Theorie. Sie beeinflussen ganz konkret, wie sich Praxen entwickeln: Altersstruktur, Indikationsmix, Versorgungsdichte und Nachfrage verändern sich – allerdings nicht überall gleich.
Dieser Schnell-Check hilft dir, deine Praxis strukturell einzuordnen.
Du brauchst dafür keine exakten Kennzahlen und keine betriebswirtschaftliche Ausbildung. Es geht um eine ehrliche Einschätzung deiner aktuellen Situation.
Dieser Schnell-Check ist kein Test im klassischen Sinn. Er soll dir keine Bewertung aufzwingen, sondern dir helfen, deine Praxis ehrlich einzuordnen. Beantworte die Aussagen spontan und ehrlich. Dein erster Impuls ist meist der richtige.
So funktioniert der Check:
Bewerte jede Aussage mit:
• Trifft zu → 2 Punkte
• Teilweise → 1 Punkt
• Trifft nicht zu → 0 Punkte
Notiere deine Punkte und zähle sie am Ende zusammen.
Maximal erreichbare Punktzahl: 32 Punkte
Deine Gesamtauswertung
Addiere alle Punkte aus den vier Modulen.
Gesamtpunktzahl: ______ von 32
0–12 Punkte – Stark reaktiv unterwegs
Deine Praxis funktioniert vermutlich operativ gut. Strategische Strukturfragen spielen jedoch bisher eine untergeordnete Rolle. Das bedeutet nicht, dass deine Praxis schlecht aufgestellt ist. Es bedeutet lediglich, dass Entscheidungen überwiegend aus der aktuellen Situation heraus getroffen werden.
Ein gezielter Blick auf regionale Versorgungsdaten könnte dir helfen, Entwicklungen früher zu erkennen und Risiken besser einzuschätzen.
13–24 Punkte – Teilweise strukturell ausgerichtet
Du hast wichtige Aspekte im Blick und denkst bereits über deine Praxisstruktur nach. Gleichzeitig gibt es möglicherweise blinde Flecken – etwa bei Abhängigkeiten, demografischer Entwicklung oder langfristiger Portfolioausrichtung.
Hier liegt oft das größte Potenzial: Mit relativ wenig zusätzlicher Analyse entsteht deutlich mehr Planungssicherheit.
25–32 Punkte – Strategisch gut aufgestellt
Du steuerst deine Praxis nicht nur operativ, sondern strukturell. Du kennst deine Region, verstehst deine Indikationsstruktur und berücksichtigst langfristige Entwicklungen in deinen Entscheidungen.
Das bedeutet nicht, dass keine Risiken bestehen – aber du erkennst sie frühzeitig und kannst reagieren, bevor sie zum Problem werden.
Warum dieser Schnell-Check sinnvoll ist
Die Heilmittelversorgung in Deutschland wird durch Demografie, Indikationsentwicklung und regionale Versorgungsstrukturen geprägt. Diese Faktoren wirken langsam, aber nachhaltig. Viele Praxen merken Veränderungen erst, wenn sie sich deutlich im Alltag zeigen – etwa durch veränderten Patientenmix oder steigende Komplexität.
Dieser Schnell-Check ersetzt keine Marktanalyse. Er schafft jedoch Bewusstsein für strukturelle Zusammenhänge. Wenn du weißt, wo deine Praxis steht, kannst du Entscheidungen fundierter treffen.
Nächster Schritt
Wenn du deinen Punktestand eingeordnet hast, lohnt sich ein vertiefender Blick auf:
• die Altersstruktur deines Landkreises (Statistische Auswertungen erhältst du beim Landratsamt oder auf Online-Portalen wie z.B. AdminStat)
• Auswertungen aus dem Heil- und Hilfsmittel-Atlas
• deine eigene Umsatz- und Indikationsverteilung (diese Auswertungen bekommst du meist aus deiner Praxissoftware)
Der Abgleich zwischen regionaler Entwicklung und eigener Praxisstruktur ist einer der wichtigsten Schritte für langfristige Stabilität.

