Dekobild zur Erklärung zur ePA

elektronische Patientenakte (ePA) kurz erklärt

  • Die ePA beschreibt eine digitale Akte für medizinische Gesundheitsdaten.
  • In der elektronischen Patientenakte können Befunde, Diagnosen, Arztbriefe oder Medikationsdaten gespeichert werden.
  • Gesetzlich Versicherte erhalten die ePA inzwischen automatisch, sofern sie nicht widersprechen.
  • Patienten entscheiden grundsätzlich selbst, wer auf die Daten zugreifen darf.
  • Die ePA ist Teil der Digitalisierung im deutschen Gesundheitswesen und der Telematikinfrastruktur (TI).

Was bedeutet ePA?

Die elektronische Patientenakte — kurz ePA — ist eine digitale Gesundheitsakte für Patienten in Deutschland. In ihr können wichtige medizinische Informationen gespeichert und zwischen verschiedenen Leistungserbringern ausgetauscht werden. Dazu gehören beispielsweise:

  • Diagnosen
  • Befunde
  • Arztbriefe
  • Medikationsdaten
  • Laborwerte
  • Entlassbriefe
  • Untersuchungsergebnisse

Die ePA soll medizinische Informationen zentral verfügbar machen und den Austausch zwischen Praxen, Krankenhäusern und weiteren Einrichtungen erleichtern. Die elektronische Patientenakte gehört zur Telematikinfrastruktur (TI) und ist ein zentraler Bestandteil der Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Mehr zum Zusammenhang: Datensicherheit im Gesundheitswesen

Wie funktioniert die elektronische Patientenakte?

Die ePA wird von den gesetzlichen Krankenkassen bereitgestellt. Seit 2025 erhalten gesetzlich Versicherte automatisch eine elektronische Patientenakte, sofern sie der Nutzung nicht widersprechen. Dieses Verfahren wird als „Opt-out“ bezeichnet.

Patienten können die ePA meist über eine App ihrer Krankenkasse verwalten. Dort lässt sich unter anderem steuern:

  • wer Zugriff erhält
  • welche Dokumente sichtbar sind
  • welche Daten gespeichert werden

Zugriffe auf die Akte werden protokolliert. Patienten können dadurch nachvollziehen, welche Einrichtungen auf die Daten zugegriffen haben.

Welche Daten können in der ePA gespeichert werden?

In der elektronischen Patientenakte können verschiedene medizinische Informationen gespeichert werden. Dazu gehören unter anderem:

  • Arztbriefe
  • Diagnosen
  • Medikationslisten
  • Befunde
  • Laborwerte
  • Impfungen
  • Krankenhausberichte

Nicht jede Information wird automatisch gespeichert. Welche Daten eingestellt werden, hängt von gesetzlichen Vorgaben, technischen Möglichkeiten und den jeweiligen Leistungserbringern ab.

Welche Vorteile hat die ePA?

Die elektronische Patientenakte soll medizinische Informationen schneller verfügbar machen. Dadurch können beispielsweise:

  • Doppeluntersuchungen vermieden werden
  • Informationen leichter zwischen Einrichtungen ausgetauscht werden
  • Medikationsdaten übersichtlicher werden
  • Behandlungen besser koordiniert werden

Auch Patienten erhalten einen besseren Überblick über ihre Gesundheitsdaten. Die ePA soll langfristig den digitalen Informationsaustausch im Gesundheitswesen vereinheitlichen.

Welche Rolle spielt die ePA in Therapiepraxen?

Auch Therapiepraxen werden zunehmend Teil digitaler Gesundheitsprozesse. Im Zusammenhang mit der ePA können künftig beispielsweise relevant sein:

Die konkrete Nutzung hängt jedoch von gesetzlichen Vorgaben, technischen Voraussetzungen und der jeweiligen Praxissoftware ab.

Wie steht es um Datenschutz und Sicherheit?

Die ePA verarbeitet sensible Gesundheitsdaten. Deshalb gelten hohe Anforderungen an Datenschutz und IT-Sicherheit. Patienten können grundsätzlich steuern, wer Zugriff erhält, welche Daten sichtbar sind und ob bestimmte Informationen verborgen werden.

Trotzdem wird die ePA weiterhin intensiv diskutiert. Themen wie Datenschutz, technische Sicherheit und praktische Nutzung spielen dabei eine wichtige Rolle.

Mehr dazu: Wem gehören die Gesundheitsdaten?

Welche Herausforderungen gibt es bei der ePA?

Die elektronische Patientenakte gilt als wichtiger Schritt der Digitalisierung, steht aber weiterhin vor praktischen Herausforderungen. Dazu gehören unter anderem:

  • technische Probleme
  • uneinheitliche Nutzung
  • komplexe Zugriffsregelungen
  • fehlende Standards
  • unterschiedliche Softwarelösungen

Auch Ärzte, Apotheken und Krankenkassen diskutieren weiterhin über Nutzbarkeit und Alltagstauglichkeit der Systeme.

Warum ist die ePA im Gesundheitswesen wichtig?

Die elektronische Patientenakte soll den Austausch medizinischer Informationen verbessern und langfristig eine stärker vernetzte Versorgung ermöglichen. Sie gilt als zentrales Element der digitalen Gesundheitsversorgung in Deutschland.

Häufige Fragen zu Funktionstraining

Die ePA ist eine digitale Patientenakte, in der medizinische Gesundheitsdaten gespeichert werden können.
Gesetzlich Versicherte erhalten seit 2025 automatisch eine ePA, sofern sie nicht widersprechen.
Grundsätzlich entscheiden Patienten selbst, welche Einrichtungen Zugriff erhalten.
Die Nutzung ist freiwillig. Versicherte können der ePA widersprechen
Zum Beispiel Diagnosen, Befunde, Medikationsdaten oder Arztbriefe.