Netzwerkgerät und Kartenleser in einer Therapiepraxis als TI-Motiv
Netzwerkgerät und Kartenleser in einer Therapiepraxis als Motiv für KIM

HENARA WISSEN / GLOSSAR

KIM: Kommunikation im Medizinwesen erklärt

Der Nachrichtendienst für den geschützten Austausch innerhalb der Telematikinfrastruktur.

KIM steht für Kommunikation im Medizinwesen. Der Dienst ermöglicht den elektronischen Versand von Nachrichten und Dokumenten zwischen berechtigten Teilnehmern der Telematikinfrastruktur (TI). KIM nutzt eigene Adressen im TI-Verzeichnisdienst und ist nicht mit einer gewöhnlichen E-Mail-Adresse gleichzusetzen.

Wofür können Therapiepraxen KIM nutzen?

Über KIM können Einrichtungen im Gesundheitswesen Dokumente und Nachrichten an andere erreichbare TI-Teilnehmer senden. Welche konkreten Abläufe eine Therapiepraxis damit abwickeln kann, hängt von ihren Berechtigungen, den verfügbaren Anwendungen und der eingesetzten Software ab. Die gematik beschreibt KIM als Dienst für den sicheren elektronischen Austausch.

Was braucht eine Praxis für KIM?

Für die Einrichtung wird ein Zugang zur Telematikinfrastruktur benötigt. Außerdem braucht die Praxis einen KIM-Dienst und eine nutzbare KIM-Adresse. Die Identifikation der Einrichtung erfolgt über die dafür vorgesehenen TI-Zugangsmittel. Ob und wie KIM in die vorhandene Praxissoftware eingebunden wird, sollte vor der Bestellung geklärt werden.

Ist KIM eine elektronische Heilmittelverordnung?

Nein. KIM ist ein Kommunikationsdienst. Eine elektronische Heilmittelverordnung wäre ein eigener fachlicher Prozess mit eigenen Vorgaben und Anwendungen. Aus der Verfügbarkeit von KIM folgt nicht, dass Heilmittelverordnungen darüber bereits elektronisch ausgestellt oder verarbeitet werden können.

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Redaktioneller Stand: 01.10.2026. Quellen: gematik: KIM – Kommunikation im Medizinwesen.

Welche TI-Anwendungen und Karten eine Praxis nutzen kann, richtet sich nach Beruf, Einrichtung und den jeweils geltenden Voraussetzungen.